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Felix Brockhaus
Wie erkenne ich Gottes Willen?

... Lasst uns vorsichtig sein in der Beurteilung der Richtigkeit oder Verkehrtheit eines Weges an Hand äusserer Zeichen, sonst kann es uns wie einem Wanderer ergehen, der im Wald seinen Weg nach äusseren Merkmalen wählt, statt eine gute Wanderkarte zu benutzen. Er kann durch ein scheinbar geringes Abweichen vom richtigen Weg im Anfang an einem Ort ankommen, der in einer völlig anderen Gegend liegt als das angestrebte Ziel. Dann gibt es keine andere Möglichkeit, als den Weg zurückzugehen, und das ist mit Ärger und Zeitverlust verbunden.
Wenn wir dieses Bild auf unseren Weg als Christen übertragen, dann verstehen wir, warum die Rückkehr von einem falschen Weg uns so schwer fällt. Je weiter man abgewichen ist, um so mühevoller ist die Rückkehr. Man scheut die damit verbundenen Unannehmlichkeiten. Die Wanderkarte des Gläubigen ist das Wort Gottes. Doch muss man es auch verstehen. Die beste Karte nützt dem Wanderer nichts, wenn er sie nicht lesen kann. Nur der Geist Gottes kann uns den guten Weg zeigen. Gott lässt oft Schwierigkeiten zu, um uns unseren Mangel an geistlicher Kraft fühlen zu lassen. Möchten wir mit dem Psalmisten sagen: «Dein Wort ist Leuchte meinem Fuss und Licht für meinen Pfad» (Psalm 119,105) ...


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